Jesus lehrte das Volk in Gleichnissen und sprach:
Eine christliche Gemeinde ist wie ein Mobile.
Es ist immer in Bewegung. Die einzelnen Teile
und auch das Ganze. Wo sich nichts mehr bewegt,
ist Totenstarre. Im Gleichgewicht für immer
ist ein Mobile nie. Ständig muss die Balance
neu ausgependelt werden.
Bewegt wird das Mobile von einer unsichtbaren Kraft,
vom Wind, den wir nur in seiner Wirkung spüren.
In einer christlichen Gemeinde sollte es eigentlich
das Wehen des Geistes Jesus ein. Aber oft
ist es faktisch nur der Zeitgeist mit seinen
Modeströmungen, der uns bewegt.
Ein Mobile besteht aus vielen Teilen:
Da sind Stäbe, Fäden und verschieden Aufhänger.
Auf den ersten Blick könnte man meinen,
die Führungsstäbe seien besonders wichtig,
weil sie tragende Funktion haben. Aber auch sie
werden gehalten und sind in ihrem Gleichgewicht
abhängig von den Anhängern.
Was ist ein Pfarrer ohne Gemeinde? Oder Politiker,
hinter denen nicht das Volk steht? Was bewirkt
eine Chefetage, die den Kontakt zur Basis verloren hat?
Das Wichtigste an einem Mobile ist das,
worauf kaum einer schaut: der Faden nach oben.
an dem das Ganze hängt. Wenn dieser Faden
abgeschnitten wird, fällt alles zusammen,
mögen die Anhänger noch so toll sein.
Kein Teil an einem Mobile hat einen festen Platz.
Keiner kann sagen: Ich bin der Mittelpunkt!
Du gehörst an den Rand! >>Randgruppen<< kann es
bei einem Mobile gar nicht geben.
Denn alle sind Glieder desselben Leibes.
Und außerdem: Die Position kann sich sehr schnell
ändern. Wer heute noch Kranke besuchte,
kann morgen gelähmt sein. Wer heute noch Arbeit hatte,
kann morgen zum Sozialamt gehen müssen.
(Wer heute kritisch am Rande steht,
kann morgen Theologie studieren. )
Alles verändert sich. Alles wirkt auf alles.
So ein Mobile ist empfindsam, leicht verletzlich
und zerstörbar. Wenn ein Anhänger abfällt,
kommt das Ganze aus dem Gleichgewicht.
Man kann sich darüber ärgern, wenn das Mobile
Schief hängt, wenn in der Gemeinde etwas schief läuft.
Man kann sich aber auch darüber freuen,
dass es so ein Mobile, so eine Gemeinde gibt.
Dass ich Teil eines größeren Ganzen bin,
dass ich gebraucht werde, dass andere mich tragen.
Und vor allem, dass da ein starker Faden nach oben ist.
der uns alle trägt.
Möge der Weg dir freundlich entgegenkommen,
der Wind niemals gegen dich stehen,
Sonnenschein dein Gesicht bräunen,
Wärme dich erfüllen.
Der Regen möge deine Felder tränken,
und bis wir beide uns wiedersehen,
halte Gott dich schützend in seiner großen Hand.
Amen.
Bevor ich mich zur Ruhe leg,
ich Händ und Herz zu Gott erheb.
Und sage Dank für jede Gabe,
die ich von dir empfangen habe.
Und hab ich heut beleidigt dich,
verzeih mir Gott, ich bitte dich!
Dann schließ ich froh die Äuglein zu,
es wacht mein Engel, wenn ich Ruh`.
Amen
O meine Gebieterin
o meine Mutter. Dir bringe ich mich ganz dar;
und um dir meine Hingabe zu bezeigen, weihe ich dir heute
meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz,
mich selbst ganz und gar. Weil ich also dir gehöre,
o gute Mutter, bewahre mich, beschütze mich, als dein Gut
und Eigentum. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesgebährerin;
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau,
unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns
deinem Sohne, stelle uns vor deinen Sohne. Amen.
Ave Maria
Gegrüßet seist Du Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit Dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebeneit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe wie im Himmel,
so auch auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.